Leistungen
Wissenschaftliche Analysen und Gutachten zu Studien und Publikationen, Bildungs- und KI-Angeboten. Maßgeblich ist in allen Fällen dieselbe Frage: ob Belege und Methode tragen, was behauptet wird. Auf Wunsch vor Ort mit einer lokal betriebenen KI; untersuchte Daten bleiben im Haus.
Gegenstand sind Studien, Berichte und Manuskripte, Vorträge und Workshops, Weiterbildungen und Zertifizierungen sowie KI-Anwendungen und KI-Vorhaben. Eigene Zertifikate oder Akkreditierungen vergeben wir nicht.
Die Angebote im Einzelnen
- Vor der VeröffentlichungWissenschaftliche Prüfung
Eine Studie, ein Bericht, ein Manuskript oder ein Bildungsangebot soll veröffentlicht, eingereicht oder angeboten werden.
Vorher braucht es einen unabhängigen Blick auf Datengrundlage, Methode, Quellenlage und Schlussfolgerungen — nach den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und ohne Rücksicht auf das gewünschte Ergebnis. Bei Bildungsangeboten und Zertifizierungen gilt dasselbe für Lehrinhalte, Quellen und Qualifikationsversprechen: worauf sich das Versprechen stützt und welche Aussagekraft der Nachweis hat.
Das Gutachten benennt, was belegt ist, was unzureichend belegt ist und was sich mit den vorliegenden Daten nicht entscheiden lässt. Es ersetzt kein Peer-Review, kann ihm aber vorausgehen — und es bleibt vertraulich, bis Sie anderes entscheiden.
- Vor der EntscheidungSecond Opinion
Zu einem Vorhaben liegt in der Regel bereits eine Einschätzung vor: vom Anbieter selbst, von einer beauftragten Beratung oder aus der eigenen Organisation. Keine dieser Stellen ist unbeteiligt. Vor der Entscheidung braucht es deshalb ein Urteil, das keinem Interesse am Ergebnis unterliegt.
KI-Vorhaben entziehen sich weitgehend der Beurteilung von außen: Zentrale Verarbeitungsschritte bleiben intransparent, und belastbare Langzeiterfahrung liegt für die meisten Systeme nicht vor. Wir benennen, was belegt ist — und wozu sich beim gegenwärtigen Kenntnisstand keine tragfähige Aussage treffen lässt.
Der Anbieter des untersuchten Angebots wird nicht einbezogen. Ohne Ihre ausdrückliche Freigabe nehmen wir keinen Kontakt auf; Ihr Auftrag, Ihre Unterlagen und unsere Ergebnisse bleiben zwischen Ihnen und uns.
Der Ertrag einer unabhängigen Second Opinion liegt im vermiedenen Fall: in der folgenschweren Fehlentscheidung, die nicht getroffen wird.
- Nach der EntscheidungAnalyse und Gutachten
Eine Leistung liegt vor oder ist im Einsatz: eine veröffentlichte Studie, ein gehaltener Vortrag, eine abgeschlossene Weiterbildung, eine erteilte Zertifizierung oder ein produktives KI-System.
Bei Studien prüfen wir Datengrundlage, Methode, Quellenlage und Schlussfolgerungen nach den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Bei Vorträgen, Weiterbildungen und Zertifizierungen begutachten wir Inhalte, Quellen und Qualifikationsversprechen. Bei KI-Systemen sind Gegenstand die Aufbereitung des Datenbestands, die Architektur des Wissensmanagements, die eingesetzten Systeme sowie die Datenqualität der angebundenen Quellen.
Auf dem Prüfstand steht die erbrachte Leistung, nicht Ihre Organisation — auch dann, wenn sie in Ihrer Infrastruktur liegt.
Das Gutachten hält fest, inwieweit die zugesagten Leistungen erbracht wurden. Gegenstand, Kriterien, Methoden und die Form des Gutachtens werden vorab festgelegt. Es unterscheidet belegte Befunde, fachliche Einordnung und verbleibende Unsicherheiten und benennt ausdrücklich, wo eine belastbare Aussage nicht möglich ist.
Nicht vorgelegte Unterlagen, nicht zugängliche Quellen, unzureichende Belege und nachweislich fiktive Untersuchungen sind unterschiedliche Befunde. Diese Unterschiede werden im Gutachten ausgewiesen.
Die Beauftragung bleibt vertraulich, auch gegenüber bereits beauftragten Dienstleistern. Eine Kontaktaufnahme mit diesen stimmen wir vorab mit Ihnen ab.
- Bei sensiblen DatenVor Ort mit lokaler KI
Nichts verlässt die eigenen vier Wände.
Das System ist produktiv und enthält Daten, die nicht nach außen gelangen dürfen: Geschäftsgeheimnisse, Personal- und Kundendaten, unveröffentlichte Forschungsdaten, laufende Vorhaben.
Untersucht wird mit einer lokal betriebenen KI ohne Internetanbindung, in einem vereinbarten Raum Ihrer Organisation. Die untersuchten Daten verbleiben dort; eine Übertragung an externe KI-Dienste findet nicht statt.
Umfang, Speicherung, Übergabe der Ergebnisse und Löschung werden vorab vereinbart. Eine rein lokale Untersuchung kann das tatsächliche Verhalten externer Cloud-Dienste nicht vollständig abbilden. Diese Grenze ist Bestandteil der Auftragsklärung.
Für die Untersuchung selbst gilt ausnahmslos: keine Internetanbindung, keine Übertragung. Davon getrennt ist ein zweiter Anwendungsfall desselben Aufbaus: Wollen Sie später einzelne Teile Ihres Bestands an externe Modelle übergeben, gleich in welchem Land sie betrieben werden, lassen sich diese Teile vor Ort abgrenzen und anonymisieren — und nur sie verlassen dann das Haus.
Was wir untersuchen
Die fünf Felder gelten vor einer Entscheidung oder Veröffentlichung ebenso wie danach — vorher als Frage an die Zusage, danach als Frage an ihre Einlösung.
- Leistungsversprechen
- Was ein Anbieter oder eine Studie behauptet — und was davon durch überprüfbare Befunde gedeckt ist.
- Wissens- und Datengrundlagen
- Qualität und Tragfähigkeit der Grundlagen, auf die sich der Anbieter mit seiner Leistung beruft.
- Quellen, Methode und Datenwege
- Nachprüfbarkeit angeführter Quellen, Angemessenheit der Methode und Transparenz der ausgewiesenen Datenverarbeitung.
- Nutzbarkeit im Arbeitsalltag
- Eignung der angebotenen Leistung für den vorgesehenen Zweck.
- Kosten und Nutzen
- Plausibilität von Preis, Gesamtaufwand und behauptetem Nutzen.
Unabhängigkeit und Vertraulichkeit
Unabhängigkeit
Wir unterstützen Ihre Entscheidung ohne Verkaufsinteresse und ohne finanzielle Beteiligung am Erwerb der beurteilten Leistung. Maßgeblich sind ihre wissenschaftliche Tragfähigkeit und ihre Eignung für den vorgesehenen Zweck.
Mögliche Interessenkonflikte legen wir vor der Beauftragung offen. Unser Urteil folgt den Befunden, nicht den Interessen eines Anbieters und nicht einem gewünschten Ergebnis — auch nicht dem der Auftraggebenden.
Nach außen vertraulich.
Für Sie transparent.
Sie können Studien, Vorträge, Weiterbildungen oder KI-Vorhaben begutachten lassen, ohne die jeweiligen Anbieter in die Beauftragung einzubeziehen. Das gilt auch bei einer bestehenden Zusammenarbeit oder bereits erbrachten Leistung.
Ohne Ihre Freigabe nehmen wir keinen Kontakt mit der betreffenden Fremdfirma, den Vortragenden oder anderen beteiligten Dienstleistern auf. Ebenso wenig geben wir Ihren Auftrag, die bereitgestellten Unterlagen oder unsere Ergebnisse an diese weiter. Rechtliche und vertragliche Grenzen der Vertraulichkeit klären wir vor Beginn.
Diese Vertraulichkeit hat eine Folge, die wir vorab benennen: Unterlagen und Quellen, die ohne den Anbieter nicht zugänglich sind, stehen im Gutachten als nicht zugänglich — nicht als belegt.
Ihnen gegenüber besteht auftrags- und projektbezogene Transparenz: über mitwirkende Personen, eingesetzte Methoden und Werkzeuge sowie über Kriterien, Quellen, Annahmen, Befunde und Erkenntnisgrenzen. Eine Verwendung als Referenz, Fallbeispiel oder Trainingsmaterial erfolgt nicht ohne Ihre ausdrückliche Freigabe.
Wie es beginnt
Das Erstgespräch
Am Anfang steht ein Erstgespräch: Worum geht es, was liegt vor, was soll das Gutachten beantworten? Es entscheidet, was eine Untersuchung leisten kann — und ob sie sich lohnt. Erst danach nennen wir Umfang, Team und Aufwand.
Die Größe des Teams folgt der Aufgabe. Das reicht von einer kurzen, begründeten Einschätzung zu einem Manuskript, einem Vortrag oder einer einzelnen Anschaffung bis zu einem Team aus mehreren Fachrichtungen, das ein Vorhaben über Monate oder Jahre wissenschaftlich evaluiert und begleitet.